Ein Arbeiter sucht in einer fließbandproduzierten Schaufensterpuppe das unverwechselbare gewisse Etwas; ein Kleinunternehmer zieht aus seinem Betrieb Rückschlüsse auf die griechische Tragödie; ein streikender Arbeiter mischt sich auf offener Bühne in eine klassische Liebesszene. Alle suchen sie nach einer Verbindung zwischen ihren Sehnsüchten und ihrem banalen Alltag - 'treuherzig, tapfer, verletzlich, wehmütig, aber nie lächerlich. Continuez, s'il vous plaît, Monsieur Sempé' (Nathalie Crom, Télérama, Paris). 'Sempés präzise, elegante Zeichnungen beschwören meist ein Paris, von dem sogar die Pariser träumen: eine Stadt mit Mansardenzimmern, hohen Fenstern und schmiedeeisernen Balkonen, von denen aus alle Autos wie 2 cvs oder ds aussehen. Winzig nehmen sich in den Zeichnungen seine Figuren aus - französische Jedermanns, würdevoll und gleichzeitig gebeutelt vom Kampf der Geschlechter, der täglichen Mühe, die Fassade zu wahren, dem endlosen Kreislauf von kleinen Siegen und großen Niederlagen.' Charles McGrath / The New York Times