Salie, eine junge Frau aus dem Senegal, wohnt in Frankreich, und ihr kleiner Bruder Madické will unbedingt hinterher. Doch leben wie Gott in Frankreich? Salie versucht ihrem Bruder klarzumachen, was ihn als Fremden erwartet und dass die Welt dort nicht jenes Fußballerparadies ist, das er von daheim aus der alten Flimmerkiste kennt. Auf einer kleinen Insel inmitten des Ozeans fiebern die Jungs vor dem einzigen Fernseher des Dorfes danach, in Europa als Fußballer reich und berühmt zu werden ... In starken Bildern schildert Fatou Diome Lebensträume - und die Wirklichkeit. Sie lässt vor dem inneren Auge des Lesers ein buntes Kaleidoskop an Figuren entstehen. Da ist der Dorflehrer, der von jenen Alteingesessenen, die den ¿IQ eines Schalentiers¿ haben, zur Schnecke gemacht wird. Da ist der Heimkehrer aus Paris, der sich mehrere Frauen zulegt, denn wer aus Frankreich kommt, kriegt jede. Da ist aber auch Moussa, der sich im Ozean ertränkt, als sich seine Träume nicht erfüllen. Und nicht zuletzt die schöne Sankèle: 'Ihr fehlte die traditionelle Erziehung, die Frauen geschmeidig wie Karitébutter macht. Was brachte es ihr, auf einen Mann zu warten, bis er vom anderen Ende der Welt zurückkam? Einsame Nächte und ein Dutzend neuer Falten im Gesicht.' Unverblümt schildert Fatou Diome die Welt und erobert damit die Herzen, nicht nur in Frankreich.