Als die junge Margaretha Zelle kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Paris aus dem Zug steigt, ist sie ein Niemand und mausarm. Wenige Monate später verschlägt sie als skandalöse Tänzerin Mata Hari einem Millionenpublikum den Atem und verdreht den mächtigsten Männern Europas den Kopf. Doch dann, mit Kriegsbeginn, wendet sich das Blatt, sie verliebt sich - und wird als vermeintliche Doppelagentin H21 des Hochverrats angeklagt. Sie überrascht ihre Epoche bis zuletzt. Im Gefängnis verlangt sie Papier und Stift. Paulo Coelho, der sich auf die inzwischen zugänglichen Geheimakten der britischen, deutschen und niederländischen Kriegsministerien stützen konnte (die französischen werden erst 2017 geöffnet), lässt in einem erfundenen letzten Brief Mata Hari selbst zu Wort kommen. Das intime Porträt einer klugen, verführerischen Frau, die den männlichen Moralvorstellungen zum Trotz ihr selbstbestimmtes Leben führte - bis zuletzt. Und eine typische Coelho-Heldin: unkonventionell, mutig und frei. 'Sie war eine der ersten Frauen des 20. Jahrhunderts, die von Männern des 19. Jahrhunderts hingerichtet wurde.' ¿Paulo Coelhö