Der romantische Mann ist ein Paradox: Er verkörpert eine Lebensform, die erst noch gefunden werden müsste. Die ausstehende Ankunft im poetischen Leben nimmt er in seinem Habitus und seinem Schaffen vorweg. Sein Selbstbewusstsein ist daher das des Nichtidentischen. Durch den Einsatz romantischer Ironie erzielt er die poetische Schwebe, die ihn von den Forderungen der Geschichte distanziert und in ihm die Hoffnung auf eine spirituelle Erneuerung Europas nährt.
Das Buch wagt vor diesem Hintergrund einen neuen, ungewohnten Blick auf die Epoche der Romantik und auf ihr Weiterleben. Mit dem philosophisch-literarischen Entwurf des romantischen Mannes schaffen die Romantiker den Durchbruch zu etwas bis dahin Unvorstellbarem: die Verkörperung einer genuin ästhetisch geprägten Männlichkeit, deren volle Ausformung noch voraus liegt. Das Ästhetische wird damit zum unabschließbaren Prozessraum der Moderne und der romantische Mann zum hegemonialen Kultursubjekt Europas. Auf die Suche nach dem poetischen Leben begibt sich ein Typus, der die Urteilsformen und Geschmacksverhältnisse der letzten 200 Jahre entscheidend bestimmen sollte und dessen Nachfahren in zahllosen Varianten noch immer unter uns sind.
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‘Der romantische Mann - Schärf, Christian’.
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