Deutschland war einmal ein Versprechen: stabil, verlässlich, wirtschaftlich stark, moralisch geläutert. Heute wirkt dieser Staat erschöpft. Er zögert, wo er führen müsste. Er verwaltet, wo er gestalten sollte. Und er weicht Konflikten aus, die längst auf dem Tisch liegen.
»Freistaat« ist die nüchterne Bestandsaufnahme eines Landes, das seine Selbstgewissheit verloren hat. Reinhard Brückner verbindet Wirtschaft, Migration, Sozialstaat, innere Sicherheit und Außenpolitik zu einem klaren Befund: Nicht einzelne Krisen schwächen Deutschland, sondern ein Muster aus Aufschub, Verantwortungsdiffusion und politischer Mutlosigkeit.
Dieses Buch unterscheidet sorgfältig, wo andere pauschalisieren – zwischen Asyl und Einwanderung, zwischen Integration und Abhängigkeit, zwischen Problem und Schuld. Es argumentiert mit Daten statt mit Empörung, mit Struktur statt mit Schlagworten.
Eine Streitschrift für anspruchsvolle Leser, die das Land nicht aufgeben, sondern verstehen wollen, bevor es sich selbst verliert. Kein Buch der Wut. Ein Buch der Klarheit.